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Stollbergs Oberbürgermeister Marcel Schmidt will emotionale Intelligenz von Kindern fördern

Stollbergs Oberbürgermeister Marcel Schmidt will emotionale Intelligenz von Kindern fördern

Auch Themen wie Schloss Hoheneck und der Bürgergarten stehen auf seiner Agenda für das Jahr 2013

Stollberg. Auf die Förderung von emotionaler Intelligenz in Stollberg will Oberbürgermeister Marcel Schmidt 2013 einen Schwerpunkt legen. Das sagte er gegenüber "Freie Presse" nach dem Neujahrsempfang der Stadt am Samstag.

"Emotionale Intelligenz bedeutet die Fähigkeit, gut miteinander auszukommen. Ein gutes zwischenmenschliches Verhalten setzt emotionale Intelligenz voraus", definiert Schmidt den Begriff. Hat Stollberg in diesem Bereich etwa Defizite? Keine regionalspezifischen, so der Oberbürgermeister, doch auch in Stollberg wie in Deutschland allgemein werde zu wenig Wert auf ein gefühlvolles Miteinander gelegt.

Um dagegen schon unter den Jüngsten etwas zu unternehmen, will das Stadtoberhaupt in Kindergarten und Grundschule das Programm Papilio etablieren. Dabei handelt es sich um ein Präventionsinitiative, die nach Angaben des gleichnamigen Trägervereins mit Sitz in Augsburg die sozial-emotionale Kompetenz fördert, erste Verhaltensauffälligkeiten reduziert und Kinder so gegen die Entwicklung von Sucht und Gewalt schützt. Bisher sind mehr als 5000 Erzieherinnen und Erzieher in Deutschland über Papilio - lateinisch für Schmetterling - fortgebildet.

Bestandteil des Programms ist zum Beispiel der "Spielzeug-macht-Ferien-Tag", an dem die Kinder ohne herkömmliches Spielzeug spielen. Dies wiederum soll die Kontakte unter den Kindern und Integration fördern. In Sachsen gibt es laut Internetseite des Vereins bislang noch keinen Papilio-Kindergarten.

Zum Thema "emotionale Intelligenz" sind für den September zudem Vorträge im Stollberger Bürgergarten geplant. Und Schmidt will sich Partner ins Boot holen.

Darunter die Lebenshilfe Stollberg als Träger von vier Kitas, die Saxony International School Carl Hahn, die unter anderem die Internationale Mittelschule Niederwürschnitz betreibt, und interessierte Unternehmen der Stadt.

Stichwort Partner: Unbeirrt will Marcel Schmidt in diesem Jahr das millionenschwere Ziel weiterverfolgen, mit dem Umzug der Lern- und Erlebniswelt "Phänomenia" von Glauchau ins Schloss Hoheneck und der Etablierung einer Gedenkstätte die Nachnutzung des ehemaligen Frauengefängnisses zu verwirklichen. "Mein Wunsch ist, dass wir am Jahresende dort nicht nur eine Bautafel stehen haben, sondern auch Baufirmen tätig sind."

Auch, was im Jahr 2012 liegen geblieben ist, wollte "Freie Presse" von Marcel Schmidt wissen. "Vieles. Was wir optimieren müssen, ist der Betrieb des Bürgergartens", räumt der Stadtchef ein. Probleme mit der Akustik - bedingt durch die Technik - seien behoben worden, Mängel beim Catering versuche man nun in den Griff zu bekommen. Demnächst sollen auch noch Vorhänge angebracht werden.

erschienen am 06.01.2013 ( Von Franziska Muth)

Freie Presse